Am 31. Oktober 1991 bebte das Paramount Theatre in Seattle: Nirvana gaben ein Konzert, das sie endgültig ins Rampenlicht katapultierte.
Nur wenige Wochen nach dem Release ihres Albums Nevermind, das die Rockmusik weltweit verändern sollte, präsentierten Kurt Cobain, Krist Novoselic und Dave Grohl eine rohe, kompromisslose und zugleich erschütternd echte Show.
Auf der Bühne entfaltete sich eine Energie, die kaum zu bändigen schien. Cobain, bereits damals zwischen Genie und Wahnsinn oszillierend, brüllte seine Texte voller Zorn und Verzweiflung ins Mikrofon. Grohl prügelte auf sein Schlagzeug, als hinge alles davon ab, während Novoselics wuchtige Basslinien die Performance wie ein hypnotisches Fundament trugen. Schon zu Beginn legte die Band mit ihrer Version von Jesus Doesn’t Want Me for a Sunbeam (im Original von den Vaselines) den Grundton fest: ungestüm und unvorhersehbar. Später explodierte die Stimmung endgültig, als die ersten Akkorde von Smells Like Teen Spirit erklangen und das Publikum in einem kollektiven Aufschrei antwortete.
Für Nirvana war dieser Abend ein Wendepunkt. Noch kurz zuvor eine Szene-Band aus dem Underground, spielten sie nun erstmals in einem großen Saal ihrer Heimatstadt. Die für die frühen 90er ungewöhnlich gute Aufzeichnung dokumentiert die Band an der Schwelle zum Welterfolg – roh, ungeschliffen und voller Dringlichkeit. Dieses Halloween-Konzert markierte den Übergang von rebellischem Punk-Spirit zur globalen Rock-Ikone.
Live at the Paramount gilt bis heute als eine der stärksten Performances Nirvanas. Weniger chaotisch als manche ihrer späteren Auftritte, aber nicht minder intensiv, wurde dieser Abend zu einem historischen Moment: Hier trat der Grunge aus dem Schatten einer Subkultur und begann, die Welt zu erobern.
Aufgezeichnet am 31. Oktober 1991 im Paramount Theatre, Seattle (USA).



Hach ja, Nirvana auf dem Höhepunkt! Kurt Cobain, der wahnsinnige Genie-Gitarrist, schreit so, als wollte er die Bühne aufraffen. Dave Grohl prügelt sich auf dem Schlagzeug, als würde die Welt davon abhängen, und Novoselic hält alles mit Basslinien zusammen. Das Konzert im Paramount Theatre ist ja der Knaller, der die Welt erobern sollte. Dieses Live-Album, aufgenommen am Halloween 1991, ist ja richtig intensiv und ungeschliffen – wie man es von einer rebellischen Band erwartet. Manchmal frage ich mich, ob diese Energie heute noch so ankommt. Vielleicht wirkt es heute etwas übertrieben, aber ja, das ist Geschichte und hat die Rockmusik verändert. Ein bisschen chaotisch, aber eben Nirvana!